Akademie

Mit über 40 Jahren Erfahrung in industriellen Inspektionen, Schadensanalysen, Werkstoffauswahl, mechanischen und korrosionsbezogenen Fragestellungen haben wir einen enormen Wissensschatz aufgebaut. Diesen teilen wir gerne mit Ihnen.

SCHULUNG MCI AWARENESS

Die Zuverlässigkeit einer Industrieanlage wird weitgehend durch das technische Bewusstsein und die Kenntnis der Ausfallmechanismen der beteiligten Mitarbeiter bestimmt. Echte Zuverlässigkeit beginnt nämlich nicht erst mit dem Erkennen sichtbarer Schäden, sondern mit dem Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen, die zu Verschleiß, Bruch, Korrosion, Leckagen, Ausfallzeiten und damit zum Verlust der Integrität führen können.

Bei MCI – Materials & Corrosion Investigations – geht es also nicht darum, Symptome zu behandeln oder nur Messungen vorzunehmen, sondern darum, das Materialverhalten, Konstruktionsdetails, Schweißverbindungen und Versagensmechanismen zu verstehen. Genau diese Einsicht ermöglicht eine frühzeitige Erkennung, eine gezielte Bewertung und ein rechtzeitiges Management von potenziellen Problemen.

Während des 3-tägigen Standardkurses MCI Awareness werden Inspektoren, Ingenieure, Wartungs-, Zuverlässigkeits- und Verbesserungsingenieure sowie erfahrene Schweißer und Werkstattmitarbeiter mit Potenzial auf ein höheres technisches Verständnis geschult. Nach Abschluss des Kurses verfügen die Teilnehmer über das nötige Bewusstsein, um den Betrieb, die Wartung, die Inspektion und die Reparatur von Anlagen besser beurteilen zu können, und tragen so dazu bei, ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden.

In der Praxis gehen viele Industrieschäden nicht ausschließlich vom Grundmaterial selbst aus, sondern vielmehr von kritischen Details wie Konstruktionsübergängen, Schweißnähten, Materialübergängen, Spannungskonzentrationen und Reparaturen. Diese Details werden von Ingenieuren, Herstellern (OEMs) oder Wartungsparteien nicht immer ausreichend erkannt, obwohl sie oft entscheidend für das Auftreten von Schäden im Betrieb sind.

Durch die Kenntnis des Materialverhaltens, der Korrosion, des Verschleißes, der Bruchmechanismen, der Andocktechniken, der Inspektionen und der Reparaturmethoden u.a. lernen die Teilnehmer, wo potenzielle Probleme auftreten können und welche Signale frühzeitig beachtet werden müssen. Auf diese Weise können Risiken früher erkannt, besser besprochen und strukturell kontrolliert werden.

Nach Abschluss der Schulung sind die Teilnehmer in der Lage, Materialschäden wie Verschleiß, Ermüdung, Bruch und verschiedene Korrosionsprobleme im Hinblick auf Schwere, Dringlichkeit und Handlungsbedarf besser zu beurteilen. Sie lernen, sinnvolle von weniger effektiven Maßnahmen zu unterscheiden, stellen schärfere technische Fragen an Kollegen, Auftragnehmer und Hersteller (OEMs) und tragen zu einer besseren Entscheidungsfindung in den Bereichen Wartung, Inspektion und Technik bei.

Ein besseres Verständnis dessen, was wirklich vor sich geht, führt zu einem effektiveren Problemmanagement, zu weniger wiederkehrenden Schäden und letztlich zu einer höheren Zuverlässigkeit von Industrieanlagen. Rechnen Sie einfach aus, was nur 1% mehr Zuverlässigkeit Ihrer Anlage bringen kann.

Optionales Vertiefungsmodul: „Probleme beim Schweißen“

Dieses Programm umfasst ein optionales Vertiefungsmodul, das sich auf die Integrität von Schweißnähten und schweißbedingte Ausfallmechanismen konzentriert. In der Praxis sind vor allem Schweißnähte oft die kritische Schwachstelle in Anlagen. Durch die Vertiefung dieses Themas erhalten die Teilnehmer zusätzliche Einblicke in Schweißfehler, strukturelle Details, Spannungskonzentrationen und Schäden, die an oder in der Nähe von Schweißverbindungen entstehen können. Wenn die Ursachen besser verstanden werden, können Probleme auch besser verhindert werden.

Struktur des Programms

Dieser Tag bildet die Grundlage der Schulung und konzentriert sich auf das Verständnis des Materialverhaltens in Bezug auf Degradation und Versagen in Industrieanlagen. Auf dieser Grundlage werden Erkenntnisse gewonnen, die für das Erkennen und Erklären von Schäden in der Praxis unerlässlich sind.

Themen:

  • Herstellung und Verarbeitung von Stahl und der Einfluss auf die Materialeigenschaften
  • Struktur der Metalle und Grundprinzipien der Metallurgie
  • Physikalische und mechanische Eigenschaften, wie Festigkeit, Zähigkeit, Härte und Kriechverhalten
  • Beziehung zwischen Mikrostruktur und Versagensverhalten unter Betriebsbedingungen
  • Vertiefung in Kohlenstoffstahl, Gusseisen, rostfreiem Stahl und Duplex
  • Einführung in Nichteisenmetalle und ihre Anwendungsbereiche
  • Kontinuierliche Verbindung zwischen Theorie und realen Schadensbeispielen

Im Laufe des Tages werden die Eigenschaften, Anwendungen und Beschränkungen häufig verwendeter Materialien speziell behandelt, wobei stets auf erkennbare Abbauprozesse und praktische Situationen in Industrieanlagen eingegangen wird.

Korrosion ist einer der wichtigsten Degradationsmechanismen in Industrieanlagen und steht oft in direktem Zusammenhang mit dem Verlust der Integrität und ungeplanten Ausfallzeiten. Dieser Tag konzentriert sich auf das Verstehen, Erkennen und Kontrollieren von Korrosionsprozessen in der Praxis und geht dabei kontinuierlich auf die materialwissenschaftlichen Grundlagen von Tag 1 zurück.

Themen:

  • Die Grundlagen der Elektrochemie bilden die Basis der Korrosion. Diese Theorie, die oft als komplex empfunden wird, wird klar, prägnant und verständlich erklärt.
  • Erkennen und klassifizieren Sie Korrosionsmechanismen, einschließlich gleichmäßiger Korrosion, Lochfraß, Spaltkorrosion, MIC, Spannungskorrosion und Hochtemperaturkorrosion, etc.
  • Einfluss von Prozessbedingungen, Umgebung und Design auf das Korrosionsverhalten
  • Beziehung zwischen Materialwahl, Mikrostruktur und Korrosionsanfälligkeit
  • Vorbeugung und Kontrollstrategien innerhalb von Betriebsanlagen
  • Praktische Schadensfälle und Analyse der Fehlerursachen
  • Korrosion unter Isolierung (CUI): Mechanismen, Risiken und kritische Betrachtung

An diesem Tag wird die Theorie aus der Materialwissenschaft aktiv auf Korrosionsfragen angewandt, um aufzuzeigen, wie Materialstruktur und -eigenschaften direkt mit dem Abbauverhalten zusammenhängen. Dieser integrierte Ansatz ermöglicht es den Teilnehmern, Korrosion nicht nur zu erkennen, sondern auch grundlegend zu verstehen und sie in der industriellen Praxis gezielt zu kontrollieren.

Dieser Tag konzentriert sich auf die systematische Analyse von Schadensfällen aus der Praxis mit dem Ziel, die Ursachen zu identifizieren und eine Wiederholung strukturell zu verhindern. Hier fließen das Wissen und die Erkenntnisse aus Tag 1 (Werkstoffkunde) und Tag 2 (Korrosion) ausdrücklich zusammen.

Themen:

  • Design und Methodik von Schadensuntersuchungen im industriellen Kontext
  • Analyse von Versagensmechanismen wie Ermüdung, Bruch, Verschleiß, Kriechen und Korrosion, u.a.
  • Interpretation von Schadensbildern in Bezug auf die Betriebsbedingungen und die Belastungsgeschichte
  • Ursachenanalyse und Umsetzung in technisch fundierte Schlussfolgerungen und Maßnahmen
  • Praktische Beispiele und Fälle, einschließlich Input aus Ihrem eigenen Arbeitsumfeld

Während dieses Tages werden kontinuierlich Verknüpfungen mit dem grundlegenden Materialwissen und den Korrosionsmechanismen aus den vorangegangenen Tagen hergestellt. Dadurch lernen die Teilnehmer, Schäden nicht als isoliertes Ereignis zu betrachten, sondern als Ergebnis eines Zusammenspiels von Materialverhalten, Umgebung und Belastung. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es, reproduzierbare, technisch fundierte Schlussfolgerungen zu ziehen und effektive Präventivmaßnahmen zu definieren.

Dieses vertiefende Modul konzentriert sich auf den Einfluss des Schweißens auf die strukturelle Integrität von Anlagen und Komponenten. Schweißnähte bilden oft kritische Zonen, in denen sich die Materialeigenschaften lokal ändern, was zu Spannungskonzentrationen und beschleunigtem Abbau führen kann, wenn die Ausführung oder die Materialauswahl nicht optimal ist.

Themen:

  • Grundlegende Prinzipien von Schweißprozessen und deren Einfluss auf das Materialverhalten
  • Metallurgische Veränderungen in der Schweißnaht und der Wärmeeinflusszone (WBZ)
  • Schweißbarkeit verschiedener Materialien und damit verbundene Einschränkungen
  • Typische Schweißfehler und ihre Ursachen in der Praxis
  • Schäden und Degradation um Schweißnähte herum
  • Prävention und Qualitätsaspekte in Produktion und Wartung
  • Reparaturstrategien und Schweißreparaturen, einschließlich technischer Kompromisse

Dieser Tag wird explizit auf Wissen aus der Materialwissenschaft, Korrosions- und Schadensforschung aufbauen. Dadurch erhalten Sie einen Einblick, wie sich das Schweißen als Prozess direkt auf die Mikrostruktur, die Spannungsverteilung und die Korrosionsanfälligkeit auswirkt und wie sich dies in der Praxis in Ausfallmechanismen niederschlägt. Die Teilnehmer lernen, Schweißverbindungen ganzheitlich zu beurteilen und fundierte Entscheidungen bei Konstruktion, Inspektion und Reparatur zu treffen.

Daten 2026

3, 4, 5 und optional 6 November (NL)
24, 25, 26 und optional 27 November (EN)

Zeiten

Tag 1: 9:00 - 16:00 Uhr
Tag 2: 9:00 - 16:00 Uhr
Tag 3: 9:00 - 16:00 Uhr
Tag 4: 9:00 - 16:00 Uhr

Ort

MCI Geleen
In Ihrem Unternehmen (auf Anfrage)

Investition

Preis pro Teilnehmer:
€ 1.550 zzgl. MwSt.
(3-Tage-Programm)
€ 1.995 zzgl. MwSt.
(4-Tage-Programm)

Erfahrungsberichte von Teilnehmern

Anmeldung zum
MCI Awareness Training

Über das Formular können Sie sich einfach für unsere Schulung anmelden. Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail mit allen relevanten Informationen zur Schulung. Nach Eingang der Bestellnummer (PO) ist Ihre Anmeldung verbindlich.

Maßgeschneiderte Schulungen

Neben den regulären Schulungen bieten wir auch maßgeschneiderte Inhouse-Trainings an Ihrem Standort an. Der Inhalt wird dabei individuell auf Ihre Branche abgestimmt.

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